Gendersensible Gesundheit im Schicht- und Produktionsbetrieb.

Schlafprobleme in Schichtbetrieben
Ein BGM-Thema, das bisher unzureichend gelöst ist
Wer nachts arbeitet, arbeitet gegen den eigenen Rhythmus. In der Lebensmitte kommen hormonelle Veränderungen hinzu – und klassische BGM-Angebote erreichen die Schicht häufig nicht.
30–45 %
der Weltbevölkerung berichten über Schlafprobleme – in der Schichtarbeit deutlich häufiger.
29 %
aller Erwerbstätigen arbeiten in Schicht- oder Produktionsrollen – mit hohem Anteil bei den 40- bis 65-Jährigen.
40–60 %
der Frauen in den Wechseljahren haben Schlafprobleme – Insomnie tritt doppelt so häufig auf wie bei Männern.
Belastung
Nachtarbeit verschiebt den Tag-Nacht-Rhythmus. In der Lebensmitte kommen hormonelle Veränderungen hinzu.
Klassisches BGM greift nicht
Kein Gerätezugang im Betrieb, keine Personalisierung, keine wissenschaftliche Evidenz.
Was daraus wird
Krankheitstage (AU), Produktivitätsverluste, Fachkräfteabwanderung.
Quellen: Schichtarbeit in der EU (wirsindderwandel.de) · Prof. Dr. Andrea Rummler, Julia Memmert: Forschungsprojekt MenoSupport · eigene Auswertungen hermaid
Die erste gendersensible BGM-Plattform für Schichtbetriebe
Rund um die Uhr verfügbar, anonym und ohne IT-Integration – unabhängig von Standort und Schichtplan.
01 · Kurs
Selbstlernmodule
Online-Lernkurs über 12 Wochen, evidenzbasiert.
02 · KI
Virtueller Assistent
Unterstützung, erreichbar auch in der Nachtschicht.
03 · Daten
Schlaf- & Symptomtracking
Eigene Muster erkennen, Routinen aufbauen.
04 · Persönlich
Expert:innen-Gespräche
Online-Termine mit unabhängigen Expert:innen, u. a. Schlafcoaches.
05 · Betrieb
Betriebliche Ableitungen
Abgleich der aggregierten Schlafdaten mit den bestehenden Schichtplänen. Daraus entstehen konkrete Anpassungsvorschläge, etwa zu Rotationsrichtung oder Pausenregelung, deren Umsetzung im Betrieb begleitet wird.
Von der Entwicklung bis zum Transfer – bis Ende 2027
Der Einstieg der Kooperationsbetriebe erfolgt ab Q4/2026.
Projektplan · bis Ende 2027
Phase 01 · Aufbau
April – August 2026
Studiendesign, Datenschutz, technische Infrastruktur. Prüfung der Förderfähigkeit durch Krankenkassen (§ 20b SGB V). Einbindung erster Kooperationsbetriebe, ihrer Betriebsverantwortlichen und Betriebsärzt:innen.
Phase 02 · Entwicklung
September – Dezember 2026
Beta-Plattform mit Schlafmodulen, KI-Coaching, Symptomtracking und Ausgangsbefragung.
Phase 03 · Pilotstudie
Januar – Juni 2027
Kontrollierte Interventionsstudie im laufenden Schichtbetrieb.
Phase 04 · Transfer
Juli – Ende 2027
Auswertung, gendersensibler BGM-Leitfaden, Empfehlungen für Krankenkassen und Betriebe, inklusive Begleitung der Umsetzung im Kooperationsbetrieb.
Was im Projekt entsteht
Zwei Wege zu hermaid.SHFT
Für Teilnehmende
Frauen und Männer ab 40, die im Schichtdienst arbeiten und unter Schlafproblemen leiden
Für Unternehmen
Betriebe mit Schicht- oder Produktionsarbeit, die als Kooperationsbetrieb einsteigen möchten (ab Q4/2026) – unabhängig von der Unternehmensgröße
Häufige Fragen zu hermaid.SHFT
hermaid.SHFT ist ein Forschungsprojekt von hermaid und der Charité Berlin (Laufzeit bis Ende 2027): ein digitales Programm zur Verbesserung des Schlafs in der Schichtarbeit. Es verbindet drei Schwerpunkte: Schlaf, Schichtarbeit und hormonelle Veränderungen in der Lebensmitte – mit eigenen Modulen für Frauen in Peri- und Menopause sowie für Männer in der Andropause. Die Plattform ist rund um die Uhr verfügbar, anonym und ohne IT-Integration nutzbar.
hermaid ist eine digitale Gesundheitsplattform der Her-Medical-Aid GmbH aus Wildau für hormonelle Gesundheit und Prävention. Die Anwendung ist als Medizinprodukt der Klasse I nach MDR 2017/745 CE-zertifiziert.
hermaid untersucht gemeinsam mit der Genderforschung der Charité – Universitätsmedizin Berlin (Geschlechterforschung in der Medizin) den Zusammenhang von hormoneller Umstellung, Arbeitsbedingungen und Schlafqualität. Die Charité begleitet hermaid.SHFT wissenschaftlich – von der Pilotierung bis zur kontrollierten Studie.
Das Projekt läuft von April 2026 bis Ende 2027. Der Einstieg der Kooperationsbetriebe erfolgt ab Q4/2026. Die Pilotstudie im laufenden Schichtbetrieb ist für Januar bis Juni 2027 vorgesehen, danach folgen Auswertung und Transfer der Ergebnisse.
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin (Geschlechterforschung in der Medizin) begleitet SHFT in zwei Schritten: In der Pilotierung werden Programm, Fragebögen und Abläufe gemeinsam mit Teilnehmenden und Führungskräften entwickelt und getestet (vier Wochen Nutzung, Fragebögen und Fokusgruppen). Danach folgt eine cluster-randomisierte kontrollierte Studie mit Wartelisten-Kontrollgruppe, die die Wirksamkeit untersucht. Die Teilnehmenden nutzen hermaid.SHFT dabei zwölf Wochen lang.
Die Charité wertet die Daten aus, leitet Handlungsempfehlungen ab und veröffentlicht die Ergebnisse wissenschaftlich. Für Betriebe entstehen ein gendersensibler Handlungsleitfaden für Schichtarbeit, Schichtplan-Empfehlungen und ein Präventionskurs Schlaf – ergänzt um Audio-Formate und zwei zusätzliche Sprachen.
Nachtarbeit verschiebt den Tag-Nacht-Rhythmus, und Schlafprobleme kommen in der Schichtarbeit deutlich häufiger vor. In der Lebensmitte kommen hormonelle Veränderungen hinzu, die den Schlaf zusätzlich erschweren können. Deshalb greift SHFT diese Phase gezielt auf – mit eigenen Modulen für Frauen in Peri- und Menopause sowie für Männer in der Andropause. Die Studie der Charité untersucht ausdrücklich Geschlechterunterschiede und Versorgungslücken bei Schlafstörungen in der Schichtarbeit.
Ja. hermaid.SHFT ist als Medizinprodukt der Klasse I nach MDR 2017/745 CE-zertifiziert. Das bedeutet, die Anwendung durchläuft eine geregelte Konformitätsbewertung und unterliegt medizinprodukterechtlichen Anforderungen an Sicherheit und Qualität – im Gegensatz zu vielen reinen Wellness- oder Lifestyle-Apps.
Alle Daten sind Ende-zu-Ende verschlüsselt, das Hosting erfolgt in Deutschland bzw. der EU. hermaid verkauft Daten niemals an Dritte. Betriebe haben keinen Zugriff auf individuelle Gesundheitsdaten.
hermaid.SHFT wird vom Arbeitgeber als Maßnahme des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) finanziert; für Ihre Mitarbeitenden entstehen dabei keine direkten Kosten. Den Preis erhalten Sie individuell auf Anfrage – sprechen Sie uns gern an.
Alle Unternehmen mit Beschäftigten im Schicht- oder Produktionsdienst – unabhängig von der Unternehmensgröße. Der Einstieg der Kooperationsbetriebe erfolgt ab Q4/2026.
Nach dem Erstgespräch und dem Onboarding Ihres Unternehmens – unter Einbindung Ihrer Betriebsverantwortlichen und Betriebsärzt:innen – werden die Teilnehmenden, Mitarbeitende und Führungskräfte, aufgeklärt und willigen ein. Es folgt ein Eingangsfragebogen, dann die zufällige Einteilung in Programm- und Wartelisten-Gruppe. Die Programm-Gruppe nutzt hermaid.SHFT zwölf Wochen lang. Anschließend füllen beide Gruppen einen Abschlussfragebogen aus, danach startet auch die Wartelisten-Gruppe.
Die Teilnehmenden nutzen hermaid.SHFT zwölf Wochen lang eigenständig in der App. Vor und nach der Nutzung füllen sie Fragebögen aus, die Bearbeitung ist auf maximal 30 Minuten ausgelegt. Hinzu kommen das Lesen der Studieninformation und die Einwilligung – maximal 20 Minuten.
Führungskräfte beantworten mindestens einen Fragebogen zu strukturellen Aspekten ihrer Abteilung – zum Beispiel dazu, was bereits für eine geschlechtersensible Gestaltung der Arbeit getan wird. Ergänzend sind kurze Interviews oder eine Fokusgruppe möglich.
Es gibt keine Mindestzahl pro Unternehmen. Wichtig ist: Jede interessierte Person in Ihrem Unternehmen muss teilnehmen dürfen. Wie viele Teilnehmende die Studie insgesamt benötigt, ermittelt die Charité auf Basis der Pilotierung statistisch.
Ihr Betrieb erhält eine Plattform, die rund um die Uhr verfügbar und ohne IT-Integration nutzbar ist, sowie konkrete betriebliche Ableitungen: Aus dem Abgleich aggregierter Schlafdaten mit Ihren Schichtplänen entstehen Anpassungsvorschläge, etwa zu Rotationsrichtung oder Pausenregelung, deren Umsetzung im Betrieb begleitet wird. Am Ende des Projekts stehen ein Handlungsleitfaden für Schichtarbeit und Empfehlungen für Betriebe; Ziel der Studie ist ein Wirksamkeitsnachweis.
Die Datenerhebung bindet neben hermaid und der Charité auch Betriebsärzt:innen, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsverantwortliche ein – eine gesetzliche Vorgabe nach § 20b SGB V.
Nein. Ihr Betrieb hat keinen Zugriff auf individuelle Gesundheitsdaten. Für die betrieblichen Ableitungen – etwa Vorschläge zu Rotationsrichtung oder Pausenregelung – werden ausschließlich aggregierte Schlafdaten mit Ihren bestehenden Schichtplänen abgeglichen. Das Hosting erfolgt in Deutschland bzw. der EU.
Das hängt von der Ausgestaltung in Ihrem Unternehmen ab. Da hermaid.SHFT keine personenbezogenen Leistungs- oder Gesundheitsdaten an den Arbeitgeber übermittelt, unterstützen wir Sie gern mit Informationsmaterial für das Gespräch mit dem Betriebsrat.
Du zahlst nichts direkt: Dein Arbeitgeber übernimmt die Kosten als Maßnahme des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). So läuft es: 1. Du interessierst dich für SHFT. 2. Du sprichst deinen Arbeitgeber an, zum Beispiel HR oder den Betriebsrat. 3. Wir kontaktieren deinen Arbeitgeber und klären die Details. 4. Dein Arbeitgeber stimmt zu – und du erhältst Zugang zur App.
Super, dass du Interesse hast! Du hast drei Wege: 1. Du schlägst SHFT deinem Arbeitgeber vor – sprich HR oder den Betriebsrat an und erwähne, dass es ein Gesundheitsprogramm speziell für Schichtarbeiter:innen ist. 2. Wir helfen dir: Schreib an eva@hermaid.me mit dem Namen deines Unternehmens und deiner Kontaktperson (HR oder Betriebsrat, falls bekannt). Wir sprechen deinen Arbeitgeber direkt an – unverbindlich für dich. 3. Warteliste: Trag dich auf unsere Warteliste ein. Wir benachrichtigen dich, sobald dein Arbeitgeber dabei ist oder es andere Optionen gibt.
Sobald dein Arbeitgeber mit SHFT arbeitet, erhältst du einen Link zur App von deiner HR-Abteilung – oder du kannst dich direkt in der App anmelden. Du brauchst nur deine E-Mail-Adresse. Nach der Anmeldung füllst du einen kurzen Fragebogen aus, danach geht es los.
Durchschnittlich 10–20 Minuten pro Woche für das Lernmodul. Schlaf-Tracking dauert nur Sekunden pro Tag. Du bestimmst dein Tempo selbst – auch während deiner Schichtarbeit.
Das Kernprogramm dauert 12 Wochen. Du kannst das Tempo selbst bestimmen – manche sind schneller, andere nehmen sich mehr Zeit. Danach hast du Zugang zu Erhaltungs- und Vertiefungsmodulen.
Ja, absolut. Du kannst das Programm jederzeit pausieren oder beenden – ohne Verpflichtungen, ohne Kündigungsfrist. Du behältst immer die Kontrolle.
Nein. SHFT funktioniert auch ohne Wearable – du kannst deinen Schlaf manuell tracken. Ein Wearable (z. B. Apple Watch, Garmin oder Oura Ring) kann die Ergebnisse verbessern, ist aber optional.
Ja, speziell für dich! SHFT hat dedizierte Module für Frauen in der Perimenopause und Menopause sowie für Männer in der Andropause. Hormonveränderungen erschweren den Schlaf in der Schichtarbeit erheblich – dafür gibt es spezielle Module.
Ja. SHFT kann neben Medikamenten genutzt werden. Besprich das mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wenn du regelmäßig Schlafmittel nimmst. SHFT ersetzt keine ärztliche Beratung, sondern ergänzt sie.
Nein. Dein Arbeitgeber hat keinen Zugriff auf individuelle Gesundheitsdaten. Er kann höchstens aggregierte Auswertungen erhalten, zum Beispiel für Vorschläge zu Schichtplänen. Deine persönlichen Daten bleiben privat.
Deine Daten bleiben sicher und verschlüsselt. Du behältst Zugriff auf die App und dein Profil. Du kannst deine Daten jederzeit löschen lassen – schreib dazu an support@hermaid.me. Nach deiner Anfrage werden sie innerhalb von 30 Tagen aus allen Systemen entfernt.
Ja. Du kannst deine Schlaf-Daten und Berichte jederzeit herunterladen und mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen. Das ist eine gute Grundlage für Gespräche über deinen Schlaf.





