








Nein. HRT wirkt am zuverlässigsten gegen sogenannte vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen, Nachtschweiß und Schlafstörungen sowie gegen Scheidentrockenheit. Bei anderen Beschwerden wie Gelenkschmerzen oder Stimmungsschwankungen berichten viele Frauen von einer Besserung, der Effekt ist wissenschaftlich aber weniger eindeutig belegt. Ob HRT für deine individuellen Beschwerden sinnvoll ist, klärst du am besten im Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Erste Verbesserungen bei Hitzewallungen und Nachtschweiß können sich bereits nach wenigen Tagen bis Wochen zeigen. Bis sich der Hormonspiegel vollständig stabilisiert hat und die individuell passende Dosierung gefunden ist, können mehrere Wochen bis Monate vergehen.
Nein. Die HRT wird in der Regel so kurz wie möglich und so lange wie nötig eingesetzt – häufig über einige Jahre, bis die stärksten Beschwerden abgeklungen sind. Gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt wird mindestens einmal jährlich überprüft, ob die Therapie fortgeführt, angepasst oder beendet werden kann.
Ja. Östrogen trägt zum Erhalt der Knochendichte bei, weshalb eine HRT insbesondere bei vorzeitigen Wechseljahren auch als vorbeugende Maßnahme gegen Osteoporose eingesetzt werden kann. Diese schützende Wirkung ist einer der Gründe, warum Fachgesellschaften bei frühem Hormonmangel fast immer zu einer HRT raten.
Bei längerer Anwendung (über fünf Jahre) sind ein leicht erhöhtes Risiko für Brust- und Gebärmutterkrebs, für Thrombosen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein geringfügig erhöhtes Schlaganfallrisiko möglich – besonders bei Rauchen, Bluthochdruck oder hohen Cholesterinwerten. Ein früher Therapiebeginn vor dem 60. Lebensjahr gilt dabei als deutlich risikoärmer.
Von einer HRT wird in der Regel abgeraten bei bestehender oder früherer hormonabhängiger Krebserkrankung, Thrombosen oder schwerer Lebererkrankung, ungeklärten vaginalen Blutungen sowie nach einem Schlaganfall in der Vorgeschichte. Ob eine der Gegenanzeigen auf dich zutrifft, klärt deine Ärztin oder dein Arzt individuell ab.
Das Risiko kann bei längerer Anwendung leicht erhöht sein, insbesondere bei einer kombinierten Östrogen-Gestagen-Therapie. Ältere Studien wie die WHI-Studie haben dieses Risiko teils überschätzt dargestellt, da hochdosierte, heute in Europa kaum noch verwendete Präparate untersucht wurden. Regelmäßige Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen bleiben während einer HRT dennoch besonders wichtig.
Bei der transdermalen Anwendung (Pflaster, Gel, Spray) gelangen die Hormone direkt über die Haut in den Blutkreislauf, ohne den Umweg über die Leber. Studien deuten darauf hin, dass dadurch das Thromboserisiko im Vergleich zur Tablettenform nicht erhöht ist – diese Form gilt daher oft als risikoärmer.
Die Therapie wird meist mit einer niedrigen Dosis begonnen, die bei Bedarf schrittweise angepasst wird. Es kann etwas Zeit dauern, bis die individuell passende Form und Dosierung gefunden ist – ein enger Austausch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt in den ersten Monaten ist dabei hilfreich. Über die hermaid App (download.hermaid.me) kannst du direkt einen 30-minütigen Online-Termin mit einer Ärztin oder einem Arzt buchen und dir – falls medizinisch sinnvoll – bereits ein Privatrezept ausstellen lassen. An der Möglichkeit, auch E-Rezepte auf Kassenkosten direkt online abzuwickeln, arbeiten wir aktuell.
Ja. Je nach Beschwerdebild können zum Beispiel pflanzliche Präparate, Anpassungen im Lebensstil (Bewegung, Ernährung, Schlafhygiene) oder nicht-hormonelle Medikamente helfen. Welche Alternative sinnvoll ist, hängt von deinen individuellen Beschwerden und Risikofaktoren ab.
Mindestens einmal jährlich sollte überprüft werden, ob die Therapie fortgeführt, angepasst oder beendet werden kann. Dazu gehören auch regelmäßige gynäkologische Kontrollen inklusive Brustkrebs-Screening sowie Blutdruck- und Gesundheitschecks.
Das hängt vom jeweiligen Präparat und deiner Krankenkasse ab. Manche HRT-Präparate werden bei entsprechender Indikation von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, andere müssen privat gezahlt werden. Über die hermaid App (download.hermaid.me) kannst du dir schon heute ein Privatrezept ausstellen lassen. An einer Lösung, mit der du künftig auch E-Rezepte direkt über die App abwickeln kannst, die von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, arbeiten wir aktuell.
hermaid hilft dir, deine Symptome besser einzuordnen und bereitet dich gezielt auf das Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt vor. Die endgültige Entscheidung für oder gegen eine HRT trifft aber immer die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt gemeinsam mit dir. Lade dir die hermaid App unter download.hermaid.me herunter, buche direkt einen 30-minütigen Online-Termin mit einer Ärztin oder einem Arzt und finde über den integrierten Praxis-Finder zusätzlich Ärztinnen und Ärzte mit Erfahrung im Bereich Wechseljahre in deiner Nähe.
Bioidentische Hormone haben die gleiche chemische Struktur wie die körpereigenen Hormone und werden vom Körper entsprechend verarbeitet. Synthetische Hormone ähneln den körpereigenen Hormonen, weichen chemisch aber leicht ab. Welche Variante für dich passt, entscheidest du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

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