




Bald startet unser Präventionskurs rund um erholsamen Schlaf in den Wechseljahren – mit Schlafhygiene, Entspannungsmethoden und wissenschaftlich fundierten Impulsen.
Gemeinsam mit der Charité Berlin (Genderforschung) und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) untersuchen wir im Projekt hermaid.SHFT den Zusammenhang zwischen hormoneller Umstellung, Arbeitsbedingungen und Schlafqualität.
Der Hauptgrund ist der Rückgang von Progesteron, das normalerweise beruhigend wirkt und den Schlaf stabilisiert. Gleichzeitig beeinflusst der sinkende Östrogenspiegel die Thermoregulation – Hitzewallungen unterbrechen dadurch häufig den Tiefschlaf. Auch die körpereigene Melatoninproduktion nimmt mit dem Alter ab.
Ja, sie zählen zu den häufigsten Beschwerden der Peri- und Postmenopause: Rund 40–60 % der Frauen sind betroffen. Das macht sie nicht weniger belastend – aber es zeigt, dass du nicht allein bist und es wirksame Ansätze gibt.
Hitzewallungen treten häufig auch nachts auf (Nachtschweiß) und unterbrechen den Tiefschlaf – oft ohne dass Betroffene sich bewusst daran erinnern. Wer häufig unruhig oder verschwitzt aufwacht, sollte das als möglichen Auslöser in Betracht ziehen.
Ja. Das Restless-Legs-Syndrom tritt in der Perimenopause häufiger auf und erschwert das Einschlafen. Auch das Risiko für Schlafapnoe steigt nach der Menopause, da Östrogen die Atemwegsmuskulatur nicht mehr schützt. Bei entsprechenden Beschwerden lohnt sich eine ärztliche Abklärung.
Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I) gilt laut aktuellen Leitlinien als wirksamste nicht-hormonelle Behandlung – wirksamer als Schlafmittel und ohne deren Nebenwirkungen. Hormonell kann mikronisiertes Progesteron, ggf. kombiniert mit Östrogen, den Schlaf zusätzlich spürbar verbessern.
Retardiertes Melatonin (0,5–3 mg, 30–60 Minuten vor dem Schlafen) kann unterstützend wirken, da die körpereigene Produktion in den Wechseljahren abnimmt. Es entfaltet seine Wirkung am besten in Kombination mit guter Schlafhygiene.
Präparate wie Baldrian, Melisse oder Traubensilberkerze können bei leichteren Beschwerden unterstützen, wirken aber individuell unterschiedlich stark. Sie ersetzen keine Behandlung der eigentlichen Ursache – bei anhaltenden Beschwerden lohnt sich ein ärztliches Gespräch.
Schlafhygiene-Maßnahmen können bereits nach wenigen Tagen erste Effekte zeigen. CBT-I entfaltet ihre volle Wirkung meist über mehrere Wochen. Bei hormoneller Behandlung dauert es oft einige Wochen, bis die individuell passende Dosierung gefunden ist.
Über den Symptomtracker in der App kannst du deinen Schlaf dokumentieren und Muster erkennen – etwa, ob Hitzewallungen deinen Schlaf besonders stark beeinträchtigen. Bei Bedarf buchst du direkt einen 30-minütigen Online-Termin mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Ein kühles, dunkles Schlafzimmer (16–19 °C), feste Schlafzeiten, kein Bildschirm 60 Minuten vor dem Schlafengehen und der Verzicht auf Alkohol am Abend unterstützen einen erholsameren Schlaf – auch wenn sie hormonelle Ursachen nicht beheben.
Wenn Schlafstörungen über mehrere Wochen anhalten, deinen Alltag deutlich beeinträchtigen oder mit starken Hitzewallungen, Ängstlichkeit oder Atemaussetzern einhergehen, lohnt sich ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Bei vielen Frauen bessert sich der Schlaf, sobald sich die Hormonspiegel nach der Menopause stabilisieren. Manche Beschwerden – etwa ein erhöhtes Schlafapnoe-Risiko – können jedoch bestehen bleiben und sollten weiter beobachtet werden.
hermaid hilft dir, deine Beschwerden besser einzuordnen und bereitet dich gezielt auf das Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt vor. Lade dir die App unter download.hermaid.me herunter und buche direkt einen 30-minütigen Online-Termin.
In der Perimenopause sind starke Hormonschwankungen die Hauptursache für unruhigen Schlaf. In der Postmenopause, wenn die Hormonspiegel dauerhaft niedrig sind, treten häufiger langfristige Themen wie Schlafapnoe oder chronische Schlaflosigkeit in den Vordergrund – eine kontinuierliche Beobachtung lohnt sich in beiden Phasen.

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