Der Gender Health Gap kostet.
Uns alle.
Frauen verbringen 25 % mehr ihres Lebens in schlechter Gesundheit als Männer – weil rund 80 % klinischer Studien auf männlichen Probanden basieren. Die Folge: verzögerte Diagnosen, ineffektive Therapien, vermeidbare Kosten.
Zertifizierte Digitale Gesundheitsanwendung


McKinsey Paper: Closing-the-womens-health-gap-a-1-trillion-dollar-opportunity-to-improve-lives-and-economies, Grafik visualisiert von wildnorway
Das Problem in Zahlen
Eine Billion Dollar. Verschenktes Potenzial.
Frauengesundheit
Laut McKinsey Global Institute ließe sich der globale Gesundheitsoutput von Frauen um bis zu 1 Billion USD steigern – allein durch Schließung des Gender Health Gaps. Für Versicherungssysteme heißt das: Unterversorgung heute wird zum Hochkostenfall morgen.
Besonders kritisch: die Perimenopause – ein Jahrzehnt mit hoher Symptomlast, niedrigen Diagnoseraten und nachweisbarem Einfluss auf kardiovaskuläre, metabolische und psychische Langzeitgesundheit.
Besonders kritisch: die Perimenopause – ein Jahrzehnt mit hoher Symptomlast, niedrigen Diagnoseraten und nachweisbarem Einfluss auf kardiovaskuläre, metabolische und psychische Langzeitgesundheit.
Männer, die Vorsorgeuntersuchungen aufschieben
Frühzeitige, niedrigschwellige Aufklärung hilft
Männergesundheit
Vorsorge hat ein Geschlechterproblem – nur andersherum: Nur jeder fünfte Mann in Deutschland geht regelmäßig zur Untersuchung. Die Folgen sind messbar – rund fünf Jahre kürzere Lebenserwartung und deutlich mehr Herzinfarkte sowie plötzliche Herztode bei Männern zwischen 40 und 60. Meist fehlt es nicht an Motivation, sondern an Zeit, niedrigschwelligen Angeboten und Wissen über die eigenen Risikofaktoren – genau hier setzt hermaid an.


Forschung
Wir schließen die Lücke genau da, wo sie am größten ist
Systematische Erfassung von Symptomen, die in Studien bislang kaum abgebildet sind
Evidenzbasierte Aufklärung statt Bagatellisierung als „Frauenleiden“
Datengrundlage, die helfen kann, geschlechtersensible Diagnostik – auch für KI-Systeme – zu verbessern
Die Perimenopause ist die Lebensphase mit dem größten ungedeckten Forschungs- und Versorgungsbedarf – und gleichzeitig eine der am wenigsten systematisch erfassten. hermaid schließt genau hier eine Lücke: durch strukturierte Symptom-Dokumentation, die selbst zu belastbaren, geschlechtersensiblen Daten wird.
Die Präventionslücke beim Geschlecht
Auch bei der Vorsorge gibt es eine deutliche Geschlechterlücke – nur mit umgekehrten Vorzeichen: Während Frauen häufiger zur Vorsorgeuntersuchung gehen, nutzt nur etwa jeder fünfte Mann in Deutschland dieses Angebot. Die Folgen sind messbar – Männer sterben im Schnitt rund fünf Jahre früher, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein plötzlicher Herztod treten bei Männern zwischen 40 und 60 Jahren deutlich häufiger auf. Gründe dafür sind oft lange Wartezeiten, die Sorge vor einer schlechten Diagnose oder schlicht zu wenig Wissen über die eigenen Risikofaktoren. hermaid will diese Lücke auf beiden Seiten schließen: mit frühzeitiger, niedrigschwelliger Aufklärung – für Frauen in den Wechseljahren und, ab 2027, auch für Männer in der Andropause.
Der Data Gap ist real
Wo die Lücke am größten ist:
🫀 Herzinfarkt
Frauen haben ein rund 30% höheres Sterblichkeitsrisiko nach akutem Koronarsyndrom als Männer – weil Symptome atypisch verlaufen und Leitlinien am männlichen Verlauf entwickelt wurden. Sinkendes Östrogen in den Wechseljahren erhöht das kardiovaskuläre Risiko zusätzlich messbar.
🧠 Migräne
Frauen sind 2- bis 3-mal häufiger betroffen, oft ausgelöst durch den Östrogenabfall vor der Menstruation oder in der Perimenopause. Trotzdem wird Migräne häufig als „Frauenleiden“ bagatellisiert und seltener leitliniengerecht behandelt.
💊 Medikamentendosierung
Bei gleicher Dosis treten bei Frauen im Schnitt mehr Nebenwirkungen auf – weil Leber und Niere anders arbeiten. Viele gängige Schmerzmittel bleiben länger im weiblichen Organismus. Dosierungsstudien werten das selten geschlechtsspezifisch aus.
⚡ Autoimmunerkrankungen
Die Menopause verändert nachweislich den Verlauf von Multipler Sklerose (MS). Gleichzeitig erhalten Frauen aus Vorsicht bezüglich möglicher Schwangerschaften oft verzögert die wirksamsten Therapien – auch ohne konkrete Familienplanung.
🤖 KI in der Diagnostik
Trainingsdaten für medizinische KI-Systeme basieren überwiegend auf männlichen Patientendaten. Selbst neue Technologie kann so die atypischen Herzinfarkt-Symptome von Frauen übersehen – der Data Gap setzt sich fort, statt sich zu schließen.
🩹 Erforschung von genderspezifischen Unterschieden
Medizinische Forschung berücksichtigt geschlechtsspezifische Unterschiede noch immer zu selten – von der Symptomausprägung über Diagnosekriterien bis hin zur Dosierung von Medikamenten. Das führt dazu, dass weder Frauen noch Männer immer die für sie passende Versorgung erhalten. hermaid trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen, indem wir strukturierte Symptomdaten sammeln, die helfen, geschlechtersensible Unterschiede sichtbar zu machen.

Forschung
Wissenschaftliche Kooperationen mit Wirkung
Kooperationspartner: Charité Berlin
CE-zertifiziertes Medizinprodukt Klasse I (MDR 2017/745)
Kein Zugriff auf individuelle Gesundheitsdaten durch den Arbeitgeber
hermaid arbeitet gemeinsam mit der Abteilung für Genderforschung der Charité Berlin an der Studie hermaid.SHFT – einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Zusammenhang zwischen hormoneller Umstellung, Arbeitsbedingungen und Schlafqualität. Ziel ist es, daraus konkrete, evidenzbasierte Empfehlungen für Unternehmen und Nutzer:innen abzuleiten. In der Studie inkludieren wir sowohl Frauen als auch Männer.

Forschungskooperation oder Versicherungspartnerschaft anfragen
Wir freuen uns über den Austausch mit Krankenversicherungen, Forschungseinrichtungen und Public-Health-Akteuren.
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Unsere Stipendien/ Nominierungen
























